Zimmer

Die eigene Wohnung einzurichten, ist eine Aufgabe, der viele Menschen, vor allem Frauen, mit großem Elan undZimmer großer Begeisterung nachgehen. Inspiriert durch Wohnbücher und teure Hochglanzmagazine haben viele ihren persönlichen Wohntraum schon vor Augen, bevor überhaupt ein Pinselstrich getan ist. Ist der erst einmal erledigt, kommt man oft schneller wieder in der Realität an, als es einem lieb ist. Hochglanzwohnungen, wie man sie aus den Medien kennt, sind in der Regel nämlich nicht dazu gedacht, um darin zu leben. Sie gaukeln einem ein Bild luxuriöser Eleganz und durchdesignter Perfektion vor, das zu erreichen ist allerdings sehr schwer. Dennoch ist es -gerade für Wohnbegeisterte- eine verlockende Herausforderung, sein eigener Innenarchitekt zu sein. Um mit diesem Vorhaben nicht baden zu gehen, sollte man sich allerdings einer Tatsache bewusst sein: Es mag zwar Menschen geben, die schütteln eine tolle Einrichtung gewissermaßen aus dem Ärmel, für alle anderen gilt aber: Planung ist das A und O!

Mit der richtigen Planung, vielen guten Ideen, die übrigens auch mal entliehen sein dürfen und -was am wichtigsten ist- viel Lust aufs Einrichten kann sich jeder an der Gestaltung seiner vier Wände versuchen. Denn beim Einrichten gilt vor allem eine Regel: Erlaubt ist, was gefällt!


Wagt man sich dann an den ersten „Auftrag“ in den eigenen vier Wänden heran, ist es alsoZimmer wichtig, sich nicht vorschnell hochtrabenden Illusionen hinzugeben, sondern zunächst recht pragmatisch an die Einrichtung eines Raumes heranzugehen. Die kreative Ausgestaltung eines Zimmers macht zwar den meisten Spaß, ist aber letztlich erst die Kür nach der Pflicht. Noch vor Beginn der Renovierungsarbeiten empfiehlt sich ein Brainstorming, bei dem man sich Gedanken darüber macht, welche Funktionen ein Raum eigentlich erfüllen soll. Soll im Arbeitszimmer auch ein Gästebett Platz finden? Sitze ich gerne mit Freunden in der Küche, brauche ich also auch dort einen großen Tisch zum geselligen Beisammensein? Wie kann ich das Kinderzimmer so einrichten, dass ich in ein paar Jahren alles ohne größeren Aufwand und Kosten in ein Jugendzimmer umwandeln kann? Solche und andere Fragen sollte man sich bereits im Vorfeld stellen, Gewohnheiten und Notwendigkeiten genauer unter die Lupe nehmen und so eine Art „Funktionsplan“ eines Raumes erstellen. Auch das Thema Stauraum ist jetzt schon wichtig, bereits in der Planungsphase sollte man sich überlegen, welche Dinge in einem Raum untergebracht werden sollen, denn Ordnung kann letztlich nur in einem Raum herrschen, in dem alle Dinge ihren festen Platz haben! Lästiges Möbelhin- und herrücken erspart man sich, wenn man im Vorfeld der Renovierung einen maßstabsgetreuen Plan aus Pappe oder PapierZimmer anfertigt, auf dem man die Möbel, die letztlich in den Raum sollen, hin- und herschieben und so ihren optimalen Platz suchen kann. Wenn man dann weiß, welche Möbel wo platziert werden sollen, beginnt der Teil des Einrichtens, der am meisten Spaß macht: Die kreative Gestaltung des Raumes. Welche Farben, Tapeten und Textilien sollen in den Raum? Um auch hier nicht den Überblick zu verlieren, eignet sich ein so genanntes Moodboard, eine Art Collage, auf der Stofffetzen, Zeitungsausschnitte, Tapetenmuster und andere Inspirationen gesammelt werden. Wer unsicher ist, hält sich am besten an die Regel „weniger ist mehr“ und verhindert so, dass der Raum allzu überfrachtet wirkt. Im Laufe der Zeit kommen erfahrungsgemäß doch immer wieder neue Stücke dazu…


Allgemein gilt also beim Einrichten: Nur Mut! Wer sich unsicher fühlt, muss sich nur umschauen, in Zeitschriften, Büchern und vor allem auch im Internet warten viele gute Ideen, die entdeckt sein wollen!